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Classics in Rock @ Ahoy Rotterdam / Holland
von Paul Wijman
Auf diesen Tag habe ich lange gewartet. Es war schon immer mein Wunsch, John Waite bei Night Of The Proms
zu sehen, welches ein großes Klassik-Meets-Pop Ereignis ist hier in Holland (auch hier in Deutschland *grins*, Petra)
Gewöhnlich findet es einmal im Jahr um die Weihnachtszeit herum, statt.
Zurück zum Freitag, den 23., denn Classics in Rock ist ja immerhin auch schon mal was.
Keine klassische Musik, wie Bach oder Beethoven zwischen den Auftritten der Künstler, sondern ROCK HELDEN würden teilweise
mit Orchester ihre Musik zum Besten geben. Und das alles in Holland's größtem Konzertsaal, dem Ahoy in Rotterdam!!!!!!
Für mich wurde ein Traum wurde wahr.
Wir kamen früh an, wollten wir doch nicht im Verkehr stecken bleiben. Außerdem wollte ich mir ein ausgezeichnetes
Mahl im hochgepriesenen Ahoy Restaurant nicht entgehen lassen. Ich war in guter Gesellschaft. Mein guter Freund Martin und
mein Schwager Jos begleiteten mich. Beides Hardrock Fans und ein bisschen älter als ich. Ich weiß ein bisschen über
Bands wie Deep Purple, Rainbow und Manfred Mann's Earth Band, aber diese beiden sid wahrlich wandelnde Bibliotheken!
Zudem ist Jos selbst ein großartiger Musiker, er spielt so ziemlich jede Gitarre, Bass und Saxophon in seiner eigenen
Band Shockproof, einer Amateurband, die sich durchaus mit professionellen Bands
messen kann. Eine Kleinigkeit hätte ich allerdings zu beanstanden - bisher leider keine John Waite Songs.
Wenn das Rotterdammer Ahoy ausverkauft ist, passen ca. 8.000 bis 10.000 Leute rein.
Laut Classics
in Rock Website waren nur ungefähr 850 unverkaufte Tickets übrig.
Pünktlich um 20:00 Uhr erschien das Orchester auf der Bildfläche. Von unerem Platz aus hatten wir eine gute Sicht zum Bühneneingang.
Die Show begann mit der Classics in Rock Hymne und einer Lasershow. Der Sound war großartig! Danach eröffnete
Chris Thompson
(Manfred Man's Earth Band) die show. Dieser quirlige Sänger legte mit
"Davy's On The Road Again" und "Blinded By The Light" einen guten Start hin.
Während Chris Thompson noch dabei war, die letzten Noten seines
ersten Auftritts an diesem Abend zu singen, erregte ein Blondschopf am linken Bühneneingang meine Aufmerksamkeit - Jimmy Leahey.
Nicht lange danach, kam ein anderer
Mann dazu, der einen langen Mantel und einen kurzen Haarschnitt trug. Er erinnerte mich an das Plattencover des "No Brakes"
Albums. John Waite war bereit.
Graham Bonnet (Alcatrazz,
Impellitteri,
Rainbow,
MSG) war der Nächste. Dieser Kerl erzählte uns,
dass er geradewegs aus dem Bett kam. Keine Ahnung, ob er das ernst meinte, seine Stimme klang jedenfalls so.
Vielleicht war er ja vorher krank gewesen. Was soll's, "All Night Long" und "Since You've Been Gone" sing großartige
Rocksongs. Ich erinnere mich noch an Rainbow, mit
Ronnie James Dio als deren Frontmann. Das ist'ne Stimme!
Denkt doch nur mal an "Kill The King", oder diese wunderschönde Ballade "Catch The Rainbow."
Jon Anderson (Yes,
Jon & Vangelis) begann mit einem
Song, begleitet auf der Akustischen, danach folgte "Owner Of a Lonely Heart", unterstützt vom Orchester. Phantastisch!
Es sollte Jon Anderson's einziger Auftritt bleiben.
Ich kenne eine Menge Deep Purple Songs. Aber die Namen der Bandmitglieder?
Keine Ahnung. Deshalb war ich völlig unwissend, was Glenn Hughes betraf.
Für seinen Auftritt gibt's aber nur ein Wort - atemberaubend! Was für eine Stimme! Hoch, tief, Echo, Schreie, und der Sound
nach wie vor kristallklar. Er gab eine mindestens 10 Minuten lange Version von "Mistreated" zum Besten, Wahnsinn.
Sehr beeinddruckend, wirklich.
Bevor wir's uns versahen, war's 22:00 Uhr, eine 15minütige Pause wurde eingelegt, in der wir zum Luftholen kamen und
uns eine kleine Erfrischung gönnten. Danach bekamen wir die Künstler zum zweiten Mal zu sehen.
Am Ende der Show gab es noch eine Holländische Invasion in Form eines Medley's, aufgeführt von nationalen Größen wie
Arjen Lukassen (Gitarrist bei Vengeance),
Dany Lademacher (Herman Brood Band)
und der wahrscheinlich bekannteste unter ihnen, Bert Heerink (Leadsänger von Vandenberg).
Man servierte uns unvergängliche Songs wie "Radar Love", "Venus" and "Burning Heart".
Floor Jansen (After Forever)
versuchte sich in Guns'n Roses' "November Rain", und es kam mir fast so vor, als habe
sie ein paar Schwierigkeiten mit dem Text gehabt. Für mich war ohnehin der Gitarrist interessanter, woher kenn' ich den nur?
Ist das vielleicht... Na klar, Marcel Singor! Mr. Singor
war - zusammen mit der Marcel Singor Band - 2006 in Zoetermeer der Opener für John Waite. Petra (Miss waite4you)
ud ich waren beeindruckt von seinem Spiel. Diesmal lieferte sich Marcel Singor
ein Gitarrenduell mit Jamie Moses (Pretenders).
Andere große Gitarristen fielen mit ein und das Publikum honorierte diesen Part des Abends gebührend. Sogar ein 14jähriger
Junge, Gewinner eines Wettbewerbs, den ein Radiosender veranstaltet hatte, spielte über eine kurze Strecke mit den Rockgrößen zusammen.
Chris Thompson kam zurück auf die Bühne, und machte nochmal mit dem
Orchester zusammen und QUEEN's "The Show Must Go On" Stimmung.
Thanks Very Much, Paul, my Dear Friend from Holland!
Wer, zum Teufel ist John Waite???
John Waite Solo |