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1985 - JOHN WAITE SOLO - MASK OF SMILES
„Dieses Album war schwer zu machen“, enthüllt John Waite. „Ich war für ungefähr anderthalb Jahre auf Tournee. Da verliebte ich mich dann in diese Frau. Ich war verrückt nach ihr… Aber sie heiratete einen Anderen. Ich war ziemlich in Schwierigkeiten und ich schrieb Songs, die auf diesen Problemen basierten. Auch war ich einige Zeit suizidgefährdet. Total verloren. Eine dunkle Periode. Im Nachhinein bin ich überrascht, das alles überlebt zu haben. Es war ein Leben über dem Abgrund. Selbstzerstörung.“ „Mask of Smiles“ enthält laut John den
„ultimativen Down-Song“ „Welcome to Paradise“, der
seinen Gemütszustand zu dieser Zeit wiederspiegelt.
„In diesem Song ist das ‚Paradies’ ein relativer Begriff”, erläutert John. „Besonders,
wenn du oben auf der Leiter stehst und herausfindest, dass du genau da bist, wo du angefangen hast.
Verstehst du, du gehst diesen langen Weg, um Erfolg zu haben
und du erreichst dein Ziel und dir wird klar - da ist nichts! Und du bist
genauso einsam, wie vorher. Wenn nicht noch einsamer.“ Weiter ist man überrascht, einen Titel namens „No Brakes“ als Ausklang auf der Platte zu finden. „Tatsächlich entstand er während meiner Zeit in Manhattan, direkt nach ‚Ignition’. EMI hatte damals diese Wir-lehnen-jeden-John-Waite-Song-ab-Phase. Und ich hatte verdammt gute Songs! Sie wollten die totale Kontrolle. Aber es war meine Show! Ich liebte es, die Leute zu verwirren und niemand erwartete ‚No Brakes’ auf ‚Mask Of Smiles’.“ John
entschließt sich zu einer langatmigen Tournee im September 1985, um das Album
voranzutreiben. Im Oktober
1985 dehnt er die Promotion - Tour auf Europa aus und tritt im holländischen
Fernsehen auf, wo es ihm aber nur
erlaubt ist, Playback zu singen. Leider erzielt „Mask of Smiles“ nicht den gewünschten Erfolg, obwohl das Album als eines seiner besten gehandelt wird, wenn auch nicht im kommerziellen Sinne. („Wenn ich mir ‚Mask of Smiles’ heute anhöre, ist es wie das Lesen eines Tagebuchs.“) Doch darum geht es John auch gar nicht. „Es ist nicht wichtig, einen Nummer Eins Hit zu haben“, versichert er. „Ich war bereits Nummer Eins. Danke. Ich möchte einfach nur ohne Aufhebens für einen Hamburger über die Straße gehen können.“
Die Verantwortlichen für den Misserfolg dieses inzwischen hoch gehandelten Albums
sind auch diesmal wieder in den oberen Etagen zu finden:
„Meine Plattenfirma hatte einige Schwierigkeiten mit der Promotion, da es einschneidige
Veränderungen im A&R Bereich gab“, sagt John. „Sogar der Firmenchef wurde ersetzt.“ |