Photo Neil Zlozower

Nach anfänglichen Schwierigkeiten schafft es John Waite schließlich, Don Grierson von Epic zu überzeugen und beginnt, sich nach geeigneten Musikern umzusehen. Seine Idee nimmt Gestalt an in Form von Jonathan Cain (2. von rechts), John´s früherem Band-Kollegen, der nach dem Bruch der BABYS ´81 Gregg Rolie bei der legendären
US-Band Journey ersetzt hatte. Da Beide von demselben Manager, Trudy Greene, betreut werden, wird ein Treffen arrangiert.

Auch Jonathan, zu dieser Zeit mit Michael Bolton unterwegs, scheint vor einem musikalischen Wendepunkt zu stehen. „Er war ziemlich down, als wir uns trafen“, sagt John später. „Mit Journey lief es nicht besonders.“ John erzählt ihm von seinem Vorhaben und die Beiden machen ein paar Probeaufnahmen. FULL CIRCLE wird als Bandname in Erwägung gezogen, jedoch auch rasch wieder verworfen. John und Jonathan fürchten, die symbolische Bedeutung des Namens würde zu sehr auf die BABYS abzielen. Der Name BAD ENGLISH entsteht eher zufällig aus einer Spielregel aus dem Pool heraus, einer Abweichung des Billard. Jonathan Cain ist der Urheber der Idee und BAD ENGLISH war geboren. Der Name zumindest. Die Band als Solche ist auf bestem Wege, nachzuziehen.

Photo Courtesy of Don Grierson
Don Grierson und Bad English

Jonathan setzt sich mit einem weiteren Ex-BABY - kein geringerer als Ricky Phillips (im Bild links) - in Verbindung und mit Neil Schon (Mitte), einst Santana, und schließlich und endlich Mitbegründer und bis dato auch noch
Mit-Reisender bei Journey. Man ist sofort Feuer und Flamme für Neil. „Sein Können und seine Ideen faszinierten mich“, berichtet John begeistert. „Was er sagte, hatte Hand und Fuß. Man konnte sich auf ihn verlassen. Es war schon sehr früh klar, dass wir ihn unbedingt in der Band haben wollten.“ Und ganz abgeneigt scheint auch Mr. Schon nicht zu sein. „Neil schaute öfter mal rein und sagte 'Hallo'“, erinnert sich John. „Manchmal hat er fern gesehen, manchmal spielte er ein wenig Gitarre. Eines Tages schleppte er zwei Gitarren an, dann fing er an, seine Jacke liegen zu lassen, seine Zigaretten und irgendwann ging er gar nicht mehr. “

Doch ganz so einfach ist es nicht. Neil arbeitet an einem Solo-Projekt, dass er erst zu Ende bringen will.
BAD ENGLISH aber zeigt sich recht ungeduldig und Neil schlägt ihnen eine Reihe namhafter Gitarristen vor. Zweieinhalb Monate später klingelt sein Telefon: „Wir haben Keinen gefunden. Bist du noch interessiert?“ Man hatte sich wohl bereits auf ihn eingeschossen...

Inzwischen hat Neil Schon sein Projekt zu Ende gebracht und stimmt schließlich zu. Da es auch noch keinen Drummer gibt, bringt er den bis dahin noch weitgehend unbekannten Deen Castronovo (rechts) aus Oregon ins Spiel. Deen, vormals Drummer der Wild Dogs kann zwar keine ganz so bewegte Vergangenheit vorweisen wie seine potentiellen, neuen Kollegen, doch hat er bis dahin mit namhaften Koryphäen zusammengearbeitet, wie Tony MacAlpine, Marty Friedman, Jason Becker (die Liste lässt sich beliebig fortsetzen, vorher wie nachher…) und nicht zuletzt mit Neil Schon auf dessen - durchweg positiv bewerteten - Album Late Nite (photo unten), welches der Grund für die Verzögerung gewesen war.

Und kaum sitzt Deen am Schlagzeug („Mann, ich war vielleicht nervös!“), hat er auch schon fast gewonnen. Man bittet sich noch ein paar Tage Bedenkzeit aus, doch keiner der übrigen geladenen Drummer kann Deen das Wasser reichen.
BAD ENGLISH ist also komplett und…

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