„ICH  LIEBE  MUSIK  UND  DAS  HAT  NICHTS  MIT  GELD  ZU  TUN“

 

„Ich bin darüber hinweg, es aus den Gründen zu tun, die dich bewegen, wenn du beginnst, Erfolg zu haben. Ich genieße es einfach, Musik zu machen und ich habe nicht viel zu beweisen.“

Diese Worte - ausgesprochen 1986 - haben nichts an Gültigkeit verloren und mag es für den Einen oder Anderen auch überheblich klingen - Wer John Waite live erlebt hat und seine Musik kennt, weiß, dass er die Wahrheit sagt.

Er kennt sie alle, die Ups und Downs, musikalische wie auch persönliche. Was sich jedoch wie ein roter Faden durch sein Leben zieht, ist seine uneingeschränkte Liebe zur Musik und die Ehrlichkeit, mit der er an die Sache herangeht. Leider nicht immer zur Freude der Plattenbosse... Doch gerade das macht ihn so außergewöhnlich. Er lässt sich nicht (mehr) vorschreiben, was er zu tun und zu lassen hat und diese Charakterstärke spiegelt sich in seiner Musik wieder. Die Fans sind es ihm dankbar.

John Waite kann auf eine treue Anhängerschaft zurückgreifen, die ihn durch seine inzwischen neunundzwanzig Jahre andauernde Karriere durch alle Höhen und Tiefen begleitet hat. Und dabei hat es nie eine Rolle gespielt, ob er mit „Isn´t It Time“ und den Babys erste Erfolge verbuchen konnte, oder als Solo-Künstler „Missing You“ beteuernd die Charts stürmte, mit Bad English und „When I See You Smile“ Arenen füllte, oder mit neuem Bewusstsein in kleineren Clubs „Downtown“ vorträgt. John fühlt sich auf jeder Bühne zu Hause. „Ob ich in der Wembley-Arena vor 20.000 Leuten spiele oder im Londoner Marquee Club vor 500 macht für mich keinen Unterschied mehr“, bekennt er denn auch in aller Bescheidenheit. Wer zu den Glücklichen gehört, auch nur eine einzige seiner Shows erlebt haben zu dürfen, weiß: John Waite gehört zu jenen Ausnahme-Sängern, die ihrer Musik eine Seele einhauchen und nicht einfach nur ein paar Textzeilen vor sich hin trällern.

Diverse Rückschläge über die Jahre hinweg haben ihn nicht entmutigt, wenn es auch manchmal den Anschein gehabt haben mag. Im Gegenteil, es schien eher, als haben diese Enttäuschungen ihn noch stärker gemacht. Er kam immer wieder zurück, um durchzusetzen, was für ihn wirklich zählt - Seine Musik. „Rock´n Roll kommt vom Grunde deines Herzens“, sagt er. „Ich muss nicht in verdammten Lederklamotten auf und ab springen und mir die Seele aus dem Leib schreien. Das ist nicht Rock´n Roll.“

John Waite weiß, was er will…

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